Am 10. und 11. Januar fand das jährliche Transrapid Einsteigerturnier bei uns in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschulgemeinde in München statt. 20 Teams aus ganz Deutschland und Österreich waren dabei, davon fünf aus München. Teilnehmen durften alle, die seit höchstens 11 Monaten debattieren.
Nach vier spannenden Vorrunden schafften es die “Englishmen in Berlin” aus, naja, Berlin (Benjamin Raab, Joshua Marooney), die “P&E-thoriker” aus Bayreuth (Gregor Litwinenko, Henry Jäger), die “Mün-Mün-Situation” aus Mün…ster (Isabell Krämer, Benjamin Freytag), und das Müncher “Team 3” (Jakob Hanske, Bálint Kondor) ins Finale. Dort entschied erstmals in der Geschichte des Transrapids der Gastgeber das Rennen für sich, und Jakob Hanske und Bálint Kondor durften den Pokal mit nachhause nehmen. Bester Redender wurde Benjamin Raab.
Die Themen, welche diskutiert wurden, haben Jola Schmidt, Felix Baldauf und Ruben Herrmann ausgesucht.
Um den Tab, also die digitale Organisation des Turniers, hat sich Jannis Limperg gekümmert. Die Ergebnisse können hier eingesehen werden.
Equity-Verantwortliche waren Anne Uder und Leander Mathissen.
Die Themen des Turniers im Überblick
- Runde 1: Dieses Haus bedauert einseitig negative Darstellungen von Bösewichten in Kinderbüchern, -filmen und -serien.
- Runde 2: Mittels der Entfernungspauschale (auch bekannt als Pendlerpauschale) können Arbeitnehmer und Selbstständige pro km Arbeitsweg und Arbeitstag 0,38€ steuerlich absetzen. Diese gilt unabhängig des gewählten Verkehrsmittels. Beispielsweise kann eine Person, die 5 Tage pro Woche 50km pendelt, 399€ pro Monat steuerlich absetzen, was bei einem Steuersatz von 30% einer Ersparnis von etwa 120€ im Monat entspricht.
Dieses Haus würde die Entfernungspauschale abschaffen.
ㅤ - Runde 3: Dieses Haus glaubt, dass westliche Demokratien auf Cyberattacken aus anderen Ländern mit offensiven Cyberattacken reagieren sollten.
ㅤ - Runde 4: Die F.I.R.E.-Bewegung (Fincancial Independence, Retire Early) postuliert einen Lebensstil in dem man viel Geld verdient, dieses möglichst gewinnbringend anlegt und gleichzeitig extrem sparsam lebt. Ziel ist bereits mit ca. 40 Jahren in Rente gehen zu können und ab dann nur noch vom passiven Einkommen aus den Ersparnissen zu leben.
Dieses Haus begrüßt die F.I.R.E.-Bewegung.
ㅤ - Finale: In unter anderem Japan ist es verbreitet, Personen für deren Gesellschaft zu mieten. Je nach Bedarf und Agentur spielen die angemieteten Personen Familienmitglieder, Freunde oder romantische Partner*innen. Die Mietservices können sowohl zur Befriedigung emotionaler Bedürfnisse nach Gesellschaft als auch zur Darstellung nach außen genutzt werden. Sexuelle Dienste sind ausgeschlossen.
Dieses Haus bedauert Mietservices für Personen.
Als Organisatorinnen bedanken wir (Julia Kirzinger, Amélie Heimpold, Veronika Hofmann) uns bei den Helfern Aziz, Adrian Büchl, und Jannes Kreuz. Danke an Mirza Polat für die schönen Fotos, und an Max Gasslitter Strobl fürs Springen. Außerdem bedanken wir uns bei Peter und Chiara von der Katholischen Hochschulgemeinde für die Bereitstellung der Räume und die freundliche Unterstützung. Danke an alle, die Teilnehmer*innen aus anderen Städten bei sich während des Turniers haben wohnen lassen, und an alle anderen, ohne die dieses Turnier nicht möglich gewesen wäre. Und natürlich vielen Dank an alle Redenden und Juror*innen, schön, dass ihr da wart, bis nächstes Jahr!




